Behandlung

Ganganalyse beim Hund

Bevor ich anfasse, schaue ich zu. Was ein Hund unbeeinflusst zeigt, ist aussagekräftiger als alles, was danach kommt.

Wobei ich das einsetze

  • Unklare oder wechselnde Lahmheit
  • Verdacht auf einseitige Belastung
  • Verlaufskontrolle während der Reha
  • Vor Beginn jeder Behandlung

Die Ganganalyse steht bei mir am Anfang jeder Erstbehandlung – und zwar vor dem Abtasten. Der Grund ist einfach: Ein Hund, der schon angefasst wurde, bewegt sich anders. Was ich unbeeinflusst sehe, ist ehrlicher.

Was ich anschaue

Im Stand zuerst die Gewichtsverteilung. Steht der Hund gleichmäßig auf allen vieren, oder entlastet er eine Gliedmaße? Wie breit setzt er die Hinterbeine? Ein auffällig enger Stand deutet auf Instabilität hin, ein sehr breiter auf Unsicherheit.

Im Schritt die Schrittlänge im Seitenvergleich, das Aufsetzen der Pfoten und die Kopfhaltung. Bei einer Vorderhandlahmheit hebt sich der Kopf, wenn das schmerzende Bein auftritt – das sogenannte Kopfnicken. Bei der Hinterhand sinkt umgekehrt die Kruppe auf der gesunden Seite stärker ab.

Im Übergang zwischen Liegen, Sitzen und Stehen. Dort zeigen sich Einschränkungen, die im Laufen verschwinden: Ein Hund, der sich beim Aufstehen mit den Vorderbeinen hochzieht, sagt etwas über seine Hinterhand.

Auf verschiedenen Untergründen, wenn möglich. Auf glattem Boden wird sichtbar, wie sicher ein Hund seine Pfoten tatsächlich setzt.

Warum im Schritt und nicht im Trab

Das überrascht viele. Im Trab bewegt sich ein Hund flüssiger, und genau das ist das Problem: Der schnellere Ablauf gleicht kleinere Auffälligkeiten aus. Im Schritt muss er jede Pfote einzeln setzen und kann viel schlechter kompensieren.

Der Trab hat trotzdem seinen Platz – für die Beurteilung der Rhythmik und bei Hunden, deren Lahmheit sich erst unter Tempo zeigt. Aber er kommt nach dem Schritt, nicht davor.

Was dabei herauskommt

Am Ende steht keine Diagnose – die stellt die Tierarztpraxis. Was ich mitnehme, ist ein Bild davon, wie sich dein Hund bewegt und wo er ausweicht. Daraus wird der Behandlungsplan: welche Muskulatur entlastet werden muss, welche aufgebaut, welche Gelenke Bewegungsumfang verloren haben.

Genauso wichtig ist die Ganganalyse später als Verlaufskontrolle. Ob eine Therapie greift, sieht man nicht am Wohlbefinden allein, sondern daran, ob die Schrittlänge wieder gleichmäßiger wird.

Was du selbst beitragen kannst

Ein kurzes Video hilft mehr, als die meisten denken – gerade weil manche Auffälligkeit in fremder Umgebung verschwindet. Zwanzig Sekunden reichen:

  • Im Schritt, an lockerer Leine, auf ebenem Untergrund
  • Einmal von hinten, einmal von der Seite
  • In Kopfhöhe des Hundes filmen, nicht von oben herab

Wenn du es zusätzlich morgens direkt nach dem Aufstehen aufnimmst, siehst du oft mehr als am Nachmittag.

Was du dabei beobachten kannst, steht ausführlich im Ratgeber Schmerzen beim Hund erkennen. Die Fachbegriffe dazu findest du im Glossar.

Bild folgt

Hund läuft im Schritt an lockerer Leine über eine Wiese, von hinten aufgenommen, konzentrierte Bewegung

5 % Online-Vorteil

Klingt nach eurem Thema?

Diese Technik ist kein Einzelprodukt, sondern Teil einer Behandlung – welche Griffe dein Hund braucht, entscheidet der Befund. Buchen kannst du sie hier trotzdem direkt.

Erstbehandlung mit Befund ca. 90 Minuten

Der Einstieg: ausführliche Anamnese, Ganganalyse, Abtasten, erste Behandlung und ein Übungsplan für zuhause.

89 € 84,55 € du sparst 4,45 €

Unsicher, ob das passt? Das Erstgespräch am Telefon ist kostenlos – und wenn ich beim Befund merke, dass Physiotherapie nicht das Richtige ist, bekommst du dein Geld zurück.

Alle Behandlungen im Überblick

Unsicher, ob Physiotherapie das Richtige ist?

Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch. Ich sage dir ehrlich, ob ich helfen kann – und wenn nicht, wer besser passt.

Anrufen WhatsApp Termin