Die Anlässe, aus denen Halter sich melden, ähneln sich stark. Meist steht am Anfang eine Beobachtung im Alltag – der Hund kommt schlechter hoch, mag nicht mehr springen, läuft nach dem Spaziergang anders als vorher.
Manchmal steht auch schon eine Diagnose im Raum. In beiden Fällen beginne ich gleich: mit einer vollständigen Untersuchung, bei der ich mir ansehe, wie dein Hund sich bewegt und wo er ausweicht.
Was ich bei der Erstbehandlung mache
Zuerst frage ich dich aus – wann fällt es auf, was ist besser, was schlechter, seit wann geht das so. Danach schaue ich mir deinen Hund im Stand und in Bewegung an, und dann taste ich ihn vollständig ab.
Dieses Abtasten ist der wichtigste Teil. Es zeigt mir, welche Muskeln zu viel arbeiten, welche gar nicht mehr, und wo Spannung sitzt, die dort nicht hingehört. Aus dieser Karte ergibt sich der Plan.
Wo ich nicht helfen kann
Bei akuten Erkrankungen, unklaren Schmerzen ohne Diagnose, Fieber, Infektionen oder Verdacht auf Tumorerkrankungen gehört dein Hund in die Tierarztpraxis – nicht zu mir. Auch bei einem frischen Trauma steht immer erst die tierärztliche Versorgung.
Wenn ich bei der Untersuchung etwas finde, das abgeklärt gehört, sage ich dir das und schicke dich weiter. Das kommt vor, und es ist Teil des Jobs.