Behandlung

Kälte- und Wärmetherapie beim Hund

Zwei einfache Mittel mit klarer Regel – und der häufigsten Verwechslung im Hundealltag.

Wobei ich das einsetze

  • Chronische Verspannungen und Arthrose (Wärme)
  • Frische Reizungen und Schwellungen (Kälte)
  • Vorbereitung von Massage und Mobilisierung
  • Nach intensiverem Training

Wärme und Kälte gehören zu den ältesten physikalischen Mitteln überhaupt. Sie wirken zuverlässig – vorausgesetzt, man wählt die richtige Richtung.

Die Regel

Wärme bei chronisch, Kälte bei akut.

Wärme erweitert die Gefäße, verbessert die Durchblutung und macht Gewebe dehnbarer. Das ist genau das, was verspannte Muskulatur und ein steifes, arthrotisches Gelenk brauchen. Deshalb setze ich Wärme meist zu Beginn ein, bevor ich mit Massage oder Mobilisierung arbeite.

Kälte verengt die Gefäße, dämpft Schwellung und lindert bei frischer Reizung. Sie ist angezeigt in den ersten Tagen nach einer Verletzung, bei akut entzündetem Gewebe und manchmal nach intensiverem Training.

Der häufigste Fehler ist Wärme auf ein frisch gereiztes, geschwollenes Gelenk. Das fühlt sich im Moment angenehm an und verstärkt die Schwellung.

Worauf es ankommt

Nie direkt auf die Haut. Immer mit einem Tuch dazwischen, und immer nur so lange, wie es dem Hund angenehm ist.

Ein Hund, der weggeht, sagt damit klar Bescheid – das ist keine Unart, sondern Rückmeldung. Deshalb wende ich beides nur an Stellen an, die der Hund frei verlassen kann, und lasse ihn nie damit allein.

Für zuhause

Wärmeanwendungen sind das, was du am einfachsten selbst weiterführen kannst. Ein Kirschkernkissen auf mittlerer Temperatur, zehn bis fünfzehn Minuten, am besten abends – bei Arthrose und Spondylose macht das an kalten Tagen einen spürbaren Unterschied.

Worauf zu achten ist und wann Wärme nicht angebracht ist, besprechen wir beim Termin.

Bild folgt

Warmes Kirschkernkissen liegt auf der Lendenwirbelsäule eines liegenden Hundes

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