Ratgeber

Physiotherapie-Übungen für Hunde: Was du zuhause machen kannst – und was besser nicht

Sechs Übungen, die ich meinen Kund:innen im Landkreis Ansbach zeige. Mit Anleitung, Wiederholungen und dem, worüber Ratgeber selten schreiben: den Warnzeichen.

14 Minuten Lesezeit Ausführlicher Ratgeber

Fast jede Woche fragt mich jemand: „Was kann ich zwischen den Terminen selbst machen?“ Meine Antwort ist immer die gleiche: Eine Menge. Aber nur, wenn du weißt, was du tust – und was du besser lässt.

Dieser Artikel ist die Anleitung, die ich mir gewünscht hätte, als ich vor über zehn Jahren angefangen habe, mit Hunden zu arbeiten. Sechs Übungen, die ich in meiner Praxis regelmäßig zeige, mit ehrlicher Einordnung. Kein „macht diese Wunderübung, und dein Hund läuft wieder wie mit zwei“. Sondern: Hier ist die Übung, so machst du sie richtig, so oft, das sind die Warnzeichen, und hier hört Selbermachen auf.

Ein Hinweis vorab: Der Artikel ersetzt keine physiotherapeutische Untersuchung. Wenn dein Hund akute Schmerzen hat, eine frische Verletzung, eine Bandscheiben-Episode oder gerade eine Operation hinter sich hat, gehören Übungen in fachkundige Hände – oder wenigstens in eine, die vorher hingeschaut hat. Sprich mit deiner Tierarztpraxis, mit mir oder mit einer anderen Physiotherapeutin, bevor du loslegst.

Bevor du loslegst: 4 Regeln, die den Unterschied machen

Die meisten Fehler beim Heimtraining passieren nicht während der Übung. Sie passieren davor.

1. Immer aufwärmen

Kalte Muskulatur macht nichts mit. Fünf bis zehn Minuten lockeres Gehen an der Leine – nicht Schnüffelrunde, sondern zügig, gleichmäßig, mit Ziel. Danach ist dein Hund bereit für gezielte Übungen. Ohne diesen Vorlauf trainierst du gegen die Steifheit, nicht mit ihr.

2. Lies seine Signale

Dein Hund kann nicht sagen: „Das reicht jetzt.“ Er kann es aber zeigen. Achte auf: Lecken der Lefzen, häufiges Gähnen, Wegdrehen des Kopfs, plötzliche Schnüffelei am Boden, steifes Stehenbleiben, hektisches Kratzen. Das sind Übersprungshandlungen. Sie bedeuten: Ich bin überfordert.

Wenn du eines dieser Signale siehst, unterbrich sofort. Kurze Pause, streicheln, weiter geht es erst, wenn er entspannt ist. Und wenn er dann wieder abwinkt: für heute Schluss. Übungen sind kein Muss – sie sind ein Angebot.

3. Der richtige Zeitpunkt

Nicht direkt nach dem Fressen (Gefahr einer Magendrehung bei tiefen Rassen), nicht kurz vorm Schlafengehen (dein Hund braucht Ruhe, um zu verarbeiten), nicht wenn du selbst gestresst bist (er merkt es sofort).

Am besten funktioniert bei den meisten meiner Kund:innen: nach dem Morgenspaziergang, oder am späten Nachmittag vor dem Abendessen. Kurz, ruhig, ohne Zeitdruck.

4. Sicherer Untergrund

Fliesen, Laminat, Parkett – auf glattem Boden verrutscht dein Hund, und statt zu trainieren, kompensiert er. Nutze eine Yogamatte, einen Teppich oder eine rutschfeste Decke. Wenn du draußen übst: kurze, weiche Wiese ist ideal, Kies und Waldboden gut für Fortgeschrittene, Asphalt nur zum Aufwärmen.

6 Übungen aus meiner Praxis

Ich habe diese sechs ausgewählt, weil sie wirklich einen Unterschied machen, dabei keine Spezialausrüstung brauchen und – ganz wichtig – schwer falsch zu machen sind, solange du auf die Signale achtest.

1. Cavaletti aus Alltagsgegenständen

Was es bringt: Trainiert Koordination, Propriozeption (das Körpergefühl) und Tiefenmuskulatur. Der Hund muss jede Pfote bewusst heben und setzen – er kann nicht mehr schludern und auf einer Seite kompensieren.

Bei wem sinnvoll: Hinterhandschwäche, Muskelatrophie, Aufbauphase nach OP, Seniorhunde, Hunde mit Wobbler-ähnlichen Symptomen unter tierärztlicher Begleitung.

Bei wem nicht: Frische Kreuzbandverletzung ohne OP-Freigabe, akuter Bandscheibenvorfall, unklare Lahmheit.

So geht’s:

  1. Lege drei bis fünf Besenstiele, PVC-Rohre oder Bambusstangen im Abstand einer Schrittlänge deines Hundes auf den Boden.
  2. Der Abstand ist wichtig: Bei einem mittelgroßen Hund etwa 50 cm, bei einem großen 70 cm. Zu eng, und er trippelt; zu weit, und er springt.
  3. Führe deinen Hund langsam im Schritt darüber. Nicht laufen. Nicht traben. Schritt.
  4. Er soll jede Pfote einzeln über die Stange heben. Wenn er über die letzte Stange gestolpert ist statt sie zu übersteigen, war der Abstand falsch.

Dosis: 2–3 Durchgänge à 5 Überquerungen, 3–4 Mal pro Woche.

Steigerung: Wenn er es sauber macht, hebe die Stangen leicht an (auf halbe Karpalgelenkshöhe, nicht höher). Oder variiere Abstände unregelmäßig.

Warnzeichen: Wenn er anfängt zu springen statt zu steigen, ist die Übung zu schwer oder er ist müde. Aufhören.

Mehr zu Cavaletti-Training auf der Seite zu meinem Gerätetraining.

2. Gewichtsverlagerung

Was es bringt: Aktiviert gezielt die Tiefenmuskulatur und das Gleichgewicht. Eine der wirksamsten Übungen, die es gibt – und eine der unscheinbarsten. Sieht aus wie ein Spaß, ist aber harte Arbeit für die Muskeln.

Bei wem sinnvoll: Bei nahezu allen orthopädischen Themen. Besonders bei Arthrose, HD, ED und in der Reha nach Kreuzbandriss – dort aber erst nach OP-Freigabe.

So geht’s:

  1. Dein Hund steht ruhig, alle vier Pfoten auf dem Boden, Beine gerade unter dem Körper.
  2. Lege eine flache Hand seitlich an seine Schulter oder Hüfte.
  3. Drücke sehr sanft – so leicht, dass er das Gewicht auf die andere Seite verlagern muss, um stehen zu bleiben. Nicht schubsen. Ein Impuls, den er ausgleichen muss.
  4. Halte den Druck 3–5 Sekunden, dann loslassen. Er kehrt in die neutrale Position zurück.

Dosis: 5 Wiederholungen pro Seite, jeweils Schulter und Hüfte, 3–4 Mal pro Woche.

Warnzeichen: Wenn er eine Pfote hebt oder ausweicht, ist der Druck zu stark oder er kann diese Seite nicht belasten. Aufhören, im Zweifel mit Tierarzt oder Physiotherapeutin abklären.

Der Trick: Die meisten drücken zu fest. Es geht um einen Reiz, nicht um Widerstand. Wenn du dich fragst „reicht das?“ – dann reicht es wahrscheinlich.

3. Kontrolliertes Bergaufgehen

Was es bringt: Fordert die Hinterhand mehr als jede Ebene. Der Hund muss sich mit den Hinterbeinen aktiv nach oben schieben – genau die Muskulatur, die bei Hinterhandschwäche und HD meist zuerst nachgibt.

Bei wem sinnvoll: Aufbau nach Schonzeit, Seniorhunde im Frühstadium von Bewegungseinschränkungen, Reha nach Hüft- oder Kniegelenks-OP nach entsprechender Freigabe.

Bei wem nicht: Akute Rückenprobleme, frische Sprunggelenks- oder Kniebeschwerden, wenn er auf ebenem Boden schon lahmt.

So geht’s:

  1. Suche eine sanfte Steigung – eine Wiese am Hang, eine gerade Auffahrt, eine Feldweg-Rampe. Keine steilen Hügel für den Anfang.
  2. Führe deinen Hund an der Leine langsam bergauf. Er soll dabei im Schritt gehen, nicht ziehen, nicht traben.
  3. 10–20 Meter, dann ebene Pause, dann wieder.

Dosis: 3–5 Durchgänge pro Session, 2–3 Mal pro Woche.

Warnzeichen: Er bleibt stehen und will nicht weiter. Er hechelt stark oder legt sich hin. Der Gang wird ungleichmäßig. In allen Fällen: Session beenden, am nächsten Tag beobachten.

Wichtig: Bergab ist die andere Baustelle – dort belastet er die Vorderhand und die Sprunggelenke. Bergab-Passagen bei orthopädischen Problemen langsam gehen, nicht als Trainingsreiz nutzen.

4. Sauberes Sitz–Steh–Sitz

Was es bringt: Der klassische „Kniebeuge-Effekt“ beim Hund. Trainiert die gesamte Hinterhand-Muskulatur, das Kniegelenk und die Hüftbeugemuskeln. Sieht simpel aus, ist es aber nicht – die meisten Hunde machen es unsauber.

Bei wem sinnvoll: Muskelaufbau nach Schonhaltungen, allgemeine Kräftigung, Frühstadium von HD und Arthrose.

Bei wem nicht: Frische Kreuzband-, Knie- oder Sprunggelenksprobleme. Bei diesen bitte auf ärztliche Freigabe warten.

So geht’s:

  1. Dein Hund steht mit allen vier Pfoten gerade unter dem Körper.
  2. „Sitz“ – aber sauber: Beide Hinterbeine parallel unter den Körper, nicht schief abgeklappt zur Seite. Wenn er nur auf eine Seite sitzt, ist das ein Zeichen für eine Ausweich-Kompensation.
  3. Nach zwei Sekunden „Steh“. Er soll dabei über beide Hinterbeine hochdrücken, nicht mit den Vorderbeinen ziehen.
  4. Wiederhole ruhig, ohne Hektik.

Dosis: 5–8 saubere Wiederholungen. Wenn er unsauber wird (schief sitzt, wackelt beim Hochdrücken), aufhören – Muskeln müde.

Warnzeichen: Er sitzt immer schief. Er drückt sich nur mit den Vorderbeinen hoch. Er stöhnt beim Aufstehen. Alles Hinweise, dass eine Seite ihm wehtut oder nicht mitmacht.

Wenn er das Sitz nicht sauber kann: Nicht drängen. Das ist ein Befund. Sprich mit deiner Tierärztin oder mir – Ursachen können Hüfte, Knie oder Rücken sein, und da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

5. Balance auf weichem Untergrund

Was es bringt: Fordert die tiefe, gelenknahe Muskulatur, die bei normalen Bewegungen kaum arbeitet. Diese Muskulatur stabilisiert die Gelenke – sie ist die „Wachtruppe“, die bei jedem Fehltritt einspringt. Wenn sie schwach ist, gibt es Verletzungen.

Bei wem sinnvoll: Aufbau nach OP, Prävention bei aktiven Hunden, Seniorhunde zur Sturzprophylaxe, allgemeines Körpergefühl.

So geht’s – Anfänger-Variante mit einer zusammengefalteten Decke:

  1. Falte eine dickere Decke oder ein Sofakissen mehrfach – ~10 cm dick.
  2. Dein Hund stellt mit den Vorderpfoten auf das Kissen, Hinterpfoten am Boden.
  3. Er soll ruhig stehenbleiben, 10–20 Sekunden. Das Kissen gibt leicht nach – seine Muskeln arbeiten ständig, um ihn zu stabilisieren.
  4. Herunter, Pause, wiederholen.

Steigerung: Später mit Hinterpfoten auf dem Kissen, Vorderpfoten am Boden. Danach mit allen vier Pfoten (dann brauchst du zwei Kissen).

Dosis: 3–5 Wiederholungen à 10–20 Sekunden, 2–3 Mal pro Woche.

Warnzeichen: Er zittert, will absteigen, wirkt unsicher. Alles ok bei den ersten Malen, dann aufhören – Muskulatur ist am Anschlag.

Was du nicht brauchst: Kein 80-Euro-Balancekissen. Für den Anfang tut es jede feste Decke oder ein Sofakissen. Mehr zur Bewegungsarbeit findest du auf meiner Seite zur Bewegungstherapie.

6. Passive Bewegung – aber bitte nur nach Anleitung

Diese Übung ist die einzige in dieser Liste, bei der ich zögere, sie überhaupt zu schreiben. Nicht weil sie nicht wirksam wäre – sie ist es, sehr sogar. Sondern weil sie falsch gemacht mehr Schaden anrichtet als jede andere hier.

Was es bringt: Erhält den Bewegungsumfang eines Gelenks. Wichtig bei Hunden, die sich wenig bewegen können (nach OP, im hohen Alter, bei akutem Schub). Beugt Kapselverkürzungen vor.

Wo das Problem liegt: Der Bewegungsumfang eines gesunden Gelenks ist definiert – wenn du darüber hinaus gehst, dehnst du Bänder, die nicht gedehnt werden dürfen. Bei einem Gelenk mit Vorschaden ist der sichere Bereich noch kleiner, und du siehst ihn nicht.

Was du zuhause machen kannst: Wenig, ohne Anleitung. Was du machen kannst, wenn du es einmal richtig gezeigt bekommen hast:

  1. Dein Hund liegt entspannt auf der Seite.
  2. Nimm eine Pfote – die obere. Handfläche unter dem Ballen, die andere Hand hält oberhalb des Ellenbogens oder Kniegelenks.
  3. Bewege das Bein sanft in seiner natürlichen Beugerichtung. Nur in seiner natürlichen Beugerichtung. Kein Drehen, kein Ziehen, kein Drücken über den Widerstand hinaus.
  4. Wenn du einen leisen Widerstand spürst – Stopp. Das ist das Ende des schmerzfreien Bereichs.
  5. Ein paar ruhige Bewegungen, dann nächstes Bein.

Warum du das nicht ohne Vorschulung machen solltest: Der „leichte Widerstand“ fühlt sich für ungeübte Hände ganz anders an, als er wirklich ist. Ich mache diese Bewegungen bei jeder Erstbehandlung und zeige dir gerne, wie viel du zuhause sicher machen kannst – oft weniger, als du denkst, und trotzdem hilfreich.

Mehr Kontext zur Arbeit an Gelenken findest du auf meiner Seite zur Manuellen Therapie und zur passiven Mobilisierung.

Die 5 häufigsten Fehler, die ich sehe

Wenn ich in Reha-Beratungen komme und Halter zeigen mir, was sie zuhause machen, fallen mir immer die gleichen fünf Muster auf.

1. Zu viel auf einmal. „Wir üben jeden Tag 30 Minuten.“ Nein. Fünf bis zehn Minuten reichen völlig, wenn sie fokussiert sind. Muskelaufbau passiert in der Erholung, nicht während der Belastung. Ohne Pausen keine Anpassung.

2. Zu schnelles Tempo. Der Trab ist der schlimmste Feind kontrollierter Reha. Im Trab kompensiert der Hund maximal – die schwache Seite entlastet er, die starke arbeitet doppelt. Schritt ist das Trainings-Tempo. Immer.

3. Übungen für Menschen ausgesucht. Was in einem YouTube-Video für einen Border Collie aussieht wie „ein bisschen Balancieren“, ist für einen zwölf Jahre alten Rottweiler eine Extrembelastung. Übungen müssen zum Hund passen – zu seinem Zustand, seinem Alter, seiner Rasse, seinem Tagesformwert.

4. Nach dem Prinzip „mehr hilft mehr“. Wenn drei Wiederholungen gut sind, sind zehn dreimal so gut, oder? Nein. Muskelkater am Folgetag heißt: Der Hund weicht wieder aus, das falsche Muster festigt sich. Weniger, sauberer, öfter über die Woche verteilt.

5. Keine Ruhetage. Trainingsreiz braucht Zeit zur Verarbeitung. Zwei bis drei Sessions pro Woche mit ordentlichen Pausen dazwischen bringen mehr als tägliches Üben.

Der beste Indikator, ob du zu viel oder zu wenig machst, ist der Folgetag. Wie steht dein Hund morgens auf? Läuft er runder oder steifer als sonst? Das ist der Taktgeber – nicht deine Trainingsplanung.

Wann Übungen zuhause nicht mehr reichen

Es gibt Situationen, in denen kein Zuhause-Training der Welt weiterhilft, und wo jeder Tag verlorene Zeit ist.

Akute Verschlechterung. Wenn dein Hund von heute auf morgen plötzlich schlechter läuft, lahmt oder Schmerzen zeigt: Tierarztpraxis. Nicht in die Übungen flüchten – die verdecken das Problem, sie lösen es nicht.

Nach Operationen ohne Reha-Plan. Kreuzbandriss-OP, Bandscheibenvorfall-OP, TPLO – alles Fälle, bei denen die richtige Belastung zur richtigen Zeit über den Erfolg der OP entscheidet. Zu wenig ist genauso schlecht wie zu viel. Hier braucht es einen Plan, kein Bauchgefühl.

Neurologische Symptome. Wenn dein Hund die Pfoten schleift, wenn er beim Gehen einknickt, wenn er auf glattem Boden immer wieder wegrutscht: Das ist selten ein Muskelproblem. Das gehört diagnostisch abgeklärt – erst dann Übungen.

Chronische Beschwerden ohne Diagnose. Wenn dein Hund seit Monaten steif ist oder immer wieder mal humpelt und du keine Erklärung hast, sind Übungen nicht die Antwort. Eine Untersuchung ist die Antwort.

Für alle Fälle, in denen du unsicher bist: Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch. Ich sage dir ehrlich, ob eine Behandlung sinnvoll ist – und wenn nicht, was stattdessen dran wäre.

Und jetzt?

Wenn du bis hierher gelesen hast: Danke. Ich glaube fest daran, dass gut informierte Halter der wichtigste Faktor sind, damit ein Hund langfristig beweglich bleibt. Nicht die Behandlung, die er einmal die Woche bekommt – die 15 Minuten Alltag mal sieben Tage.

Wenn du unsicher bist, welche der sechs Übungen für deinen Hund passt, oder ob es überhaupt der richtige Zeitpunkt für Heimtraining ist: Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam auf deinen Hund, und ich sage dir ehrlich, was ich empfehle.

Bis dahin: Fang klein an. Sei aufmerksam. Und feiere die kleinen Erfolge – ein Hund, der morgens leichter aufsteht, ist Grund genug.

Bild folgt

Australian Shepherd steht konzentriert auf einem Balancekissen im Wohnzimmer, Halterin daneben mit Hand auf dem Rücken des Hundes, warmes Nachmittagslicht

Häufige Fragen

Wie oft und wie lange sollte ich mit meinem Hund üben?

Zwei bis drei Einheiten pro Woche zu je 5–10 Minuten reichen völlig. Kürzer ist besser als länger: Ein müder Hund kompensiert, und dann trainiert er das falsche Bewegungsmuster ein. Wichtiger als die Dauer sind Regelmäßigkeit und saubere Ausführung.

Ab welchem Alter kann ich mit Physiotherapie-Übungen anfangen?

Bei gesunden Junghunden sind sanfte Balance- und Koordinationsübungen ab etwa dem ersten Lebensjahr sinnvoll – vorher stören stärkere Reize das Wachstum. Nach oben gibt es keine Grenze: Auch 14-jährige Hunde profitieren von gezielten Übungen. Entscheidend ist der Zustand, nicht das Alter.

Kann ich meinem Hund mit Übungen schaden?

Ja. Vor allem, wenn du Übungen wählst, für die er noch nicht bereit ist, wenn du Stresssignale übergehst oder eine Bewegung falsch ausführst. Der beste Schutz: mit der einfachsten Variante beginnen, das Verhalten am Folgetag beobachten und bei Unsicherheit Anleitung holen.

Ist Physiotherapie für jede Hunderasse geeignet?

Grundsätzlich ja, aber die Übungsauswahl unterscheidet sich deutlich. Ein Dackel mit langem Rücken braucht andere Belastungen als ein Australian Shepherd, ein Mops andere als ein Windhund. Die Übungen in diesem Artikel sind Grundlagen, die für die meisten Hunde passen – ein individueller Plan braucht einen Blick auf den konkreten Hund.

Was mache ich, wenn mein Hund nach der Übung steifer läuft?

Dann war die Belastung zu hoch. Am nächsten Tag pausieren, bei der übernächsten Einheit die halbe Dosis. Bleibt er auch bei reduziertem Umfang steif, gehört das abgeklärt – es kann auf die Überlastung eines vorgeschädigten Gelenks hindeuten.

Ersetzen Heimübungen einen Physiotherapie-Termin?

Nein, sie ergänzen ihn. Massage, manuelle Therapie, passive Mobilisation und Wärme- oder Kälteanwendungen lassen sich zuhause nicht ersetzen. Umgekehrt kann eine Behandlungsstunde pro Woche nie so viel bewirken wie zusätzlich zehn Minuten an fünf Tagen. Die Kombination ist der eigentliche Hebel.

Unsicher, was für deinen Hund das Richtige ist?

Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch. Ich schaue mir deinen Hund an und sage dir ehrlich, was sinnvoll ist – und was nicht.

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